Mediziner und Manager in einer Person

Unternehmen beraten, Arbeitsplätze mit gestalten, die Gesundheit der Beschäftigten schützen: Das alles gehört zum Aufgabenfeld der Fachkräfte für Arbeitsmedizin. Ihr Einsatzort ist der Betrieb: Sie unterstützen und fördern die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten, indem sie Gefährdungen analysieren und entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen. Damit setzen sie sich immer auch für das Unternehmen und dessen Wettbewerbsfähigkeit ein. Betriebsärzte und -ärztinnen sind Mediziner und Manager in einer Person in einem spannenden Arbeitsumfeld mit geregelten Arbeitszeiten. Das macht den Reiz dieses Berufes aus.

Wanderer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin

Die Arbeitsmedizin beschäftigt sich mit den Schnittstellen Arbeit und Gesundheit, Betrieb und Beschäftigte, Arbeitsfähigkeit und Krankheit. Ihre Fachkräfte beraten und begleiten Unternehmerinnen und Unternehmer in der Gestaltung gesundheitsförderlicher Verhältnisse, deren Beschäftigte im gesundheitsförderlichen Verhalten. Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner

  • erkennen frühzeitig arbeitsbedingte Erkrankungen, Berufskrankheiten oder betriebsbedingte Unfallgefahren und helfen, diese zu verhindern;
  • entwickeln Schutzmaßnahmen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Arbeitsmedizin;
  • fördern die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem sie helfen, deren Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen.

Werden Sie Betriebsärztin oder Betriebsarzt!

Voraussetzung hierfür ist ein abgeschlossenes Medizinstudium. Darauf aufbauend ist eine fünfjährige Weiterbildungszeit nötig: zwei Jahre in der Inneren oder der Allgemein-Medizin sowie drei Jahre in der Arbeitsmedizin. Innerhalb der Weiterbildungszeit ist ein dreimonatiger theoretischer Kurs an einer der anerkannten Akademien für Arbeitsmedizin zu absolvieren. Bereits approbierte Fachärztinnen und Fachärzte können die Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ erwerben. Diese setzt die Facharztanerkennung in einem anderen medizinischen Fachgebiet voraus sowie eine dreijährige Weiterbildung, davon zwei Jahre in der Arbeitsmedizin.