Starkes Bündnis für die Arbeitsmedizin

Knapp 40 namhafte Unternehmen, Verbände und Versicherungen, Institutionen aus Wissenschaft und der Praxis, Ministerien auf Länder- und Bundesebene haben sich zum Aktionsbündnis Arbeitsmedizin zusammengeschlossen, um junge Medizinerinnen und Mediziner für eine ärztliche Tätigkeit im Betrieb zu gewinnen. Sie haben sich verpflichtet, im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles zu tun, um den arbeitsmedizinischen Nachwuchs in Deutschland zu fördern. Dazu gehört

  • die Unterstützung und Förderung der arbeitsmedizinischen Ausbildung von Medizinstudierenden, die Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten z. B. durch Stipendien, Weiterbildungsstellen oder andere Fördermaßnahmen;
  • die Vergabe von Wissenschaftsstipendien für arbeitsmedizinische Promotionen, Habilitationen, (Junior)Professuren;
  • die Unterstützung, Organisation und / oder Durchführung von Veranstaltungen zur Verbesserung der arbeitsmedizinischen Aus-, Fort- und Weiterbildung;
  • Familienunterstützende Maßnahmen, z. B. bei der Kinderbetreuung während Aus-, Fort- und   Weiterbildung sowie beim Besuch von Kongressen;
  • die Qualitätssicherung der arbeitsmedizinischen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Evaluierung von   Praxismethoden der Arbeitsmedizin;
  • die Vergabe von wissenschaftlichen Projekten zur Versorgungsforschung im Bereich Arbeitsmedizin sowie   Forschung im betriebsärztlichen Versorgungsfeld;
  • die Vergabe von Preisen für innovative Projekte zur Verbesserung der Aus-, Fort- und Weiterbildung;
  • die Unterstützung von öffentlichen Veranstaltungen, Publikationen und der Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Arbeitsmedizin;
  • die Stärkung der universitären und der praktischen Arbeitsmedizin sowie Förderung des  arbeitsmedizinischen Assistenzpersonals.

Aktuell sind 12.000 Ärztinnen und Ärzte in den Betrieben tätig

Seit über zehn Jahren ist die Zahl der arbeitsmedizinischen Fachkräfte nahezu konstant. Über ein Drittel von ihnen wird in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Es ist daher dringend notwendig, ausreichend junge Ärztinnen und Ärzte für dieses interessante und vielseitige präventivmedizinische Fach zu gewinnen.

Auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat sich der Nachwuchsproblematik in der Arbeitsmedizin angenommen und den Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed), der das Ministerium in allen Fragen der arbeitsmedizinischen Vorsorge und des medizinischen Arbeitsschutzes berät, gebeten, Vorschläge zur Sicherung des arbeitsmedizinischen Nachwuchses zu erarbeiten.